Mai 26

Abnehmen dank eines unterschätzten Stoffwechselturbos: Das braune Fett!

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Wie du sicherlich schon weißt, spielt der Stoffwechsel mit die größte Rolle beim Abnehmen.

Willst du dein Gewicht halten oder reduzieren, musst du mit deiner Biologie arbeiten – nicht gegen sie. Das heißt eben vor allem den Stoffwechsel mit einbeziehen. Den kann man z.B. pushen, wenn man sich viele Muskeln zulegt. Die verbrennen immer Kalorien, ob du dich nun bewegst oder nicht. Das ist einer der Gründe, warum Krafttraining bedeutender ist als Ausdauertraining. Insbesondere wenn du abnehmen willst. 

Je nachdem ob du viel oder wenig Kohlenhydrate zu dir nimmst, geht dein Körper an einen viel geeigneteren Treibstoff ran. Der viel länger und stabiler zur Verfügung steht: Dein Depotfett. 

Statt auf Muskeltraining zu setzen, kannst Du nämlich auch Deinen Fettstoffwechsel trainieren. Das funktioniert am besten, wenn Du Deinem Körper möglichst wenig Kohlenhydrate zur Verfügung stellst. Low Carb ist das Stichwort! Und mit Ausdauersport im Grundlagenbereich (niedrige Herzfrequenz).

Dass Muskeln also je nach dem, was ihnen zur Verfügung steht, Kohlenhydrate oder Fett verbrennen, ist Dir bekannt. Ist dir auch bekannt, dass sie Unterstützung bekommen? Denn es gibt noch einen vollkommen unterschätzten Verbündeten im Kampf gegen Fettpolster. Einen wahren Stoffwechselturbo!

Denn Fett ist nicht gleich Fett. Dein Körper besteht aus zwei Arten von Fett, weißen und braunen Fettzellen. Das braune hat seinen Namen auch tatsächlich von seiner Farbe.

Ihm kommt beim menschlichen Stoffwechsel und beim Erzeugen von Körperwärme eine entscheidende Rolle zu. Deren Bedeutung jahrelang unterschätzt wurde. Im Gegensatz zu den weissen Fettzellen dient es nicht dazu, Fett zu speichern, sondern es zu verbrennen. Du kannst es dir auch als biochemischen Ofen visualisieren. Wie auch immer der in deiner Phantasie aussieht.

Babys haben – relativ betrachtet – noch große Mengen dieser braunen Fettzellen. Und schmeißen diesen Stoffwechselturbo immer dann an, wenn sie frieren. Dadurch verbrennen sie ihren (weißen) Babyspeck. Im Laufe des Lebens, nimmt der Anteil der braunen Fettzellen normalerweise immer weiter ab. Der normale Erwachsene, im Winter draußen immer gut eingepackt und in seiner überheizten Wohnung sitzend, hat kaum mehr etwas davon! Man kann aber gegensteuern und das Mittel der Wahl ist wie so oft: die Kälte! 

Studien zeigen, dass schon geringe Mengen brauner Fettzellen ausreichen, um Hunderte Kalorien zu verbrennen. Sie zeigten auch, dass Menschen, umso mehr braunes Fett haben, je schlanker und jünger sie sind und je niedrigere Blutzuckerspiegel sie über die Jahre hatten. Konkrete Zahlen lieferten z.B. niederländische Studien (http://www.jci.org/articles/view/68993). Demnach reichen gerade mal 90g dieses braunen Fetts, um täglich etwa 400-500cal zu verbrennen. Meist ist das braune Fett im Bereich des Nackens angesiedelt.

Das braune Fett ist also effektiver als jeder noch so auftrainierte Muskel. Es hat mit Fettpolstern aus weißen Fettzellen ungefähr so viel gemein wie Robbenspeck mit einem Entrecote.

Willst du dein Gewicht kontrollieren, kann ich dir also nur raten, dich gut mit ihm zu stellen. Das tust du – Überraschung! – indem du ihm die Kälteexposition gibst, nach der es verlangt.

Durch jede Form von Kälteexposition kommt also dein Stoffwechsel in Schwung. Es kommt zum sogenannten „Nachbrenneffekt“, den es auch beim Ausdauertraining gibt. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass du als Ausdauersportler ein Vielfaches deiner Zeit opfern musst.. Das ist der Hauptgrund, weshalb Eisbäder und Co. Auch bei Hollywoods Beauties so gefragt sind. Mit dem „back to the roots“ haben die eher nichts am Hut. Denn beim Kaltduschen oder Eisbaden reichen schon wenige Minuten. Zumindest 4-5 Minuten solltest du deinen Zellen aber schon gönnen. Damits ne echte Frischzellenkur wird. Je länger du durchhältst, umso stärker wird logischwerweise der Verbrennungsprozess angekurbelt.

Durch die Kälte wird der Körper zum einen dazu angeregt, mittels dieser braunen Fettzellen durch die Oxidation von Speicherfett/weißen Fettzellen Wärme zu erzeugen. Das nennt sich dann kalte Thermogenese. (Die andere, dir bekannte Möglichkeit Wärme zu produzieren ist das (Muskel) Zittern). Zum anderen veranlasst die Kälte deinen Körper zur Neubildung braunen Fettgewebes. Wenn du Glück hast, und das lässt dein Herz vielleicht höher schlagen, kommt es sogar zur Umwandlung von verhassten weißen in braune Fettzellen. 

Geniesse also ruhig das Frieren nach der Kälteexposition. Die anschließende heiße Dusche sollte nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen.


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