Die Verbindung zwischen Herz & Emotionen: Kohärenz

Kardiologen und Psychologen!? Mögen sich nicht? Haben wenig gemeinsam?

Erkenntnisse der letzten Jahre zeigen, dass eine Zusammenarbeit mehr als überfällig ist. Denn das Organ Herz hat sehr viel mit unserer emotionalen Verfassung zu tun. Das beste an diesem Zusammenhang: Du kannst beide beeinflussen! Über die Veränderung Deiner Herzrate! Nennt sich Kohärenz.

Darf ich mal kurz definieren:

Unter Kohärenz versteht man eine hohe Herzratenvariabilität. Der Abstand zwischen zwei Herzschlägen (Herzintervall) wechselt ständig. Und das ist gut so. Je besser dieser Wechsel zwischen großen und kleinen Abständen funktioniert, desto besser kann sich Dein Herz und damit Dein Organismus an Veränderungen anpassen. Kurze und lange Herzintervalle sollten sich also im besten Fall abwechseln.

Interessant die Tatsache, dass diese Herzratenvariabiliät im Laufe des Lebens abnimmt (sie ist bei der Geburt am höchsten und nimmt dann immer weiter ab – kurz vorm Tod ändern sich die Herzintervalle kaum mehr). Schaffst Du es also Deine Herzratenvariabilität auf einem hohen Niveau zu halten, machst Du nichts anderes als Anti-Aging.

Dass das so ist, liegt vor allem daran, dass wir immer mehr nach Anspannung (Leistung, etc.) streben und die Entspannung vernachlässigen.

Bist Du im Zustand der Kohärenz, bist Du in einem Zustand hoher physiologischer Leistungsfähigkeit. In dem alle wichtigen Systeme (Nerven-, Herz-Kreislauf-, Hormon- und Immunsystem) miteinander im Einklang sind. Dieser Zustand ist die Basis für ein optimales Stresslevel, optimale emotionale Verfassung, optimale Performance und damit optimale Gesundheit.

Einige (unmittelbare) Effekte der Kohärenz sind z.B. ein niedriger Blutdruck und eine ruhigere Atmung! Befindest Du Dich regelmässig in der Kohärenz, so wirst Du spüren, dass Du langfristig mehr Energie zur Verfügung hast und ein besseres Immunsystem.

Daraus folgt: Kannst Du Deine Herzintervalle beeinflussen, kannst Du mit diesem einen Parameter großen Einfluss auf Deine Gesundheit ausüben. Und das geht wiederum mit Atemübungen!

Kann Dein Herz nicht mehr schnell auf emotionale Schwankungen reagieren, kann Dein Organismus so weniger gut mit Stress umgehen. Was wiederum Krankheiten begünstigt, die auch stark mit Deiner Psyche in Verbindung stehen: Bluthochdruck und andere Herz-Kreislaufkrankheiten sowie Krebs.

Außerdem erzeugen negative Gefühle negative Veränderungen verschiedener physiologischer Parameter. Das willst Du doch nicht, oder?

Dann beginne heute noch mit Atemübungen! Welche genau, dazu gibt’s bald einen weiteren Artikel.

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